Sportwetten Deutschland 2022 – Alles zur deutschen Sportwetten Lizenz

Herausgegeben von James - 29 Dez 2021
Die Sportwetten-Anbieter hatten bisher auf dem deutschen Markt mehr Freiheiten. Eine Sportwetten Lizenz wurde bislang vereinzelt durch Schleswig-Holstein vergeben. Mit dem Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrages hat der Flickenteppich in Deutschland ein Ende. Wir verraten, was ich konkret änderte und welche Auswirkungen es auf Sportwetten in Deutschland hat.

Der rechtliche Rahmen für Sportwetten in Deutschland wurde bereits im Oktober 2020 definiert. Bis zum Sommer 2021 galt eine Übergangsregelung. Während dieser Zeit hatten Buchmacher die Chance, sich um die deutsche Sportwetten Lizenz zu bewerben.

Prüfung und Erteilung erfolgt durch das Regierungspräsidium Darmstadt. Die Behörde veröffentlicht alle bereits lizenzierten Sportwetten-Anbieter auf einer sogenannten „White List“. Auch diese Transparenz ist fester Bestandteil der neuen Glücksspielregeln in Deutschland und soll für mehr Sicherheit bei den Sportwettenfans sorgen.

Sportwetten Lizenzvergabe Deutschland – diese Vorgaben müssen Anbieter jetzt erfüllen

Mit der Neuauflage des Glücksspielstaatsvertrages und dessen Inkrafttreten zum 1. Juli 2021 gibt es für Buchmacher deutliche Anpassungen. Wer Sportwetten legal anbieten möchte, muss folgende Auflagen erfüllen:

Einzahlungslimit wird deutlich reduziert

Bisher gab es beim Einzahlungslimit kaum Einschränkungen seitens der Buchmacher. Sportwettenfans konnten selbst festlegen, wie viel sie pro Woche oder Monat einzahlen. Durch die Regelung im angepassten Vertragswerk ist damit Schluss. Das Einzahlungslimit ist für alle User auf maximal 1.000 € monatlich festgesetzt. Auch die Erweiterung durch Nachfrage beim Support, welche vormals immer wieder möglich war, gibt es nun nicht mehr. Grund für die Limitierung ist der Schutz der Sportwettenfans vor Überschuldung und Spielsucht.

In der Praxis zeigt sich, dass die Hobby-Wettfreunde das maximale Limit von 1.000 € monatlich meist ohnehin nicht ausnutzen. Deshalb ist das neue Limit für die meisten Sportwettenfans keine echte Einschränkung.

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Wettangebote sind minimiert

Wer eine Sportwetten Strategie mit einer besonderen Wettvariante verfolgen möchte, könnte nach der neuen Gesetzeslage schlechte Karten haben. Buchmacher, welche über eine deutsche Sportwetten Lizenz verfügen, dürfen die bisher so beliebten Ereigniswetten nur noch unter strengen Vorgaben anbieten.

Vor dem 1. Juli 2021 konnten Wettfreunde beispielsweise darauf tippen, welches Team die nächste Gelbe oder Rote Karte bekommt. Diese Zeiten sind nun vorbei. Auch Fans der E-Sports-Wetten müssen ganz stark sein: Das Angebot wurde auch hier durch den Gesetzgeber deutlich reduziert.

“Panic Button” nun überall präsent

In Sportwetten Apps und auf der Website der Buchmacher – der „Panic Button“ ist plötzlich überall zu sehen. Ebenfalls eine Begleiterscheinung der neuen Regularien am deutschen Glücksspielmarkt. Der Button soll dabei helfen, schnellere Hilfe bei missbräuchlichem Wettverhalten oder Tendenzen zur Spielsucht zu erhalten. Wer den Button klickt, sperrt sich zunächst selbst für 24 Stunden für weitere Wettaktivitäten.

Keine offensiven Bonusangebote mehr gestattet

Wer noch immer von einem Wettbonus ohne Einzahlung beim Buchmacher träumt, wird enttäuscht. Durch die Neuregelung am Glücksspielmarkt in Deutschland hat sich bei den Boni viel getan. Wurden sie vor dem 1. Juli 2021 häufig noch offensiv ohne erforderliche Anmeldung beworben, sind sie nun gar nicht mehr so einfach zu finden.

Viele Buchmacher haben Bonusangebote dazu genutzt, um einen Wettbewerbsvorteil zu erhalten. Die deutschen Behörden haben dem ein Ende vorgesetzt, um die Sportwettenfans zu schützen. Es gibt zwar noch Bonusangebote, jedoch nur nach erfolgreicher Anmeldung und individuell bereitgestellt. Offensives Werben mit Bonusangeboten ist für lizenzierte Buchmacher in Deutschland nicht mehr erlaubt.

Informationen zu Sportwettenfans werden in zentraler Datenbank gespeichert

Ein wichtiges Ziel mit der Neuregelung am deutschen Glücksspielmarkt ist der zunehmende Schutz der Sportwettenfans. Dafür wurde das Spielersperrsystem OASIS unter Federführung des Hessischen Ministeriums des Inneren ins Leben gerufen.

Jeder, der sich bei einem Buchmacher registriert, wird hier erfasst. Unabhängig davon, wie viele Buchmacher oder Sportwetten Zahlungsmethoden genutzt werden, ist das monatliche Limit von 1.000 € gesetzt. Sämtliche Informationen in der Spielerdatenbank sind buchmacherübergreifend und werden autark aktualisiert. Der Trick, sich bei verschiedenen Buchmachern zu registrieren und jeweils maximal 1.000 € monatlich einzahlen zu wollen, funktioniert deshalb nicht.

Rücklagepflicht für Wettanbieter eingeführt

Zu den neuen Regeln am deutschen Glücksspielmarkt gehört auch die stärkere Pflicht der Buchmacher beim Kundenschutz. Wer eine Sportwetten Lizenz für das Wettangebot in Deutschland erhalten möchte, muss beispielsweise 5 Millionen € als Sicherheitsleistung nachweisen können. Buchmacher, welche darüber nicht verfügen, werden im Lizenzverfahren nicht berücksichtigt. Ein Grund, warum sich immer mehr Anbieter vom deutschen Markt zurückgezogen haben.

Neue ist auch die Pflicht, Spielergelder segregiert von den operativen Mitteln zu verwalten. Ähnliches Vorgehen ist bereits von Anbietern für Anlage- und Investitionsmöglichkeiten bekannt. Nun ist die getrennte Verwahrung der Gelder auch für Buchmacher verpflichtet. Für Sportwettenfans noch mehr Sicherheit, denn auch im Insolvenzfall des Buchmachers müssen sie sich um ihre Gelder keine Sorgen machen.

Wer sich nicht an die Lizenzvorgaben hält und bei einer Überprüfung dagegen verstößt, muss mit enormen Strafzahlungen rechnen. Informationen zum neuen Glücksspielstaatsvertrag besagen, dass bis 500.000 € Ahndung möglich ist.

Wettsteuer bei Buchmachern in Deutschland

Der Abzug der Wettsteuer wird nicht erst mit der Neuregelung des Glücksspielmarktes seit dem Sommer 2021 vorgenommen. Sie ist fester Bestandteil seit 2012, denn Buchmacher haben sich dazu verpflichtet, 5 % Beitrag der abgeschlossenen Wetten abzuführen. Im Vergleich zu Buchmachern mit nicht-deutscher Aktivität gibt es einen wesentlichen Unterschied: Die Steuer wird bei solchen Anbietern nur auf Gewinne erhoben; in Deutschland auf alle Wetteinsätze – zumindest in der Theorie.

Wie wirkt sich die Wettsteuer in der Praxis aus?

5 % Wettsteuer, das ist doch nur eine geringe Abgabe. Stimmt das wirklich oder wie viel müssen Sportwettenfans tatsächlich bei ihren Tipps bezahlen?

Geht es nach der deutschen Regulierung am Glücksspielmarkt, müsste jeder auf den Wetteinsatz 5 % Steuern abführen. Bei einer Wette von 10 € wären das 0,50 €. Bei einer Quote von 2.00 würde das im Falle des Gewinns 1 € weniger ausmachen. Einmalig betrachtet vielleicht irrelevant, bei häufigeren Wetten oder höheren Einsatz jedoch äußerst schmerzhaft für das Wettbudget.

Es gibt vereinzelte Buchmacher, welche die Steuer für ihre Sportwettenfans übernehmen. Die Anzahl ist allerdings äußerst gering. Deshalb am besten immer mit dem fünfprozentigen Steuerabzug kalkulieren.

Sportwetten Lizenz Deutschland seit Oktober 2020

Die Auswirkungen am Glücksspielmarkt sind deutlich erkennbar. Seit Bekanntgabe der neuen Glücksspielregularien in Deutschland und dem verbindlichen Datum für das Inkrafttreten hat sich viel getan. Zahlreiche Buchmacher haben sich sukzessive vom deutschen Markt zurückgezogen bzw. ihr Angebot angepasst.

Seit dem 19. Oktober 2000 akzeptiert STSbet beispielsweise keine neuen Kunden mit deutschem Wohnsitz mehr. Drei Tage später, am 20. Oktober, hat Xtip den Willkommensbonus aufgrund der gesetzlichen Anpassungen abgeschafft. BetVictor verschwand mit dem 23. Oktober vom Markt und taucht nun unter BildBet wieder mit neuem Wettangebot für User in Deutschland wieder auf. Bethard zog sich am 9. November 2020 Format zurück und andere Buchmacher folgten.

Anbieter erhalten Sportwetten Lizenz in Deutschland

Neben den zahlreichen Rückzügen gibt es auch erfreuliche Nachrichten. Die Anzahl der Buchmacher im Wettbonus Vergleich mit gültiger Lizenz nimmt zu. Seit dem 4. November 2020 haben beispielsweise Bet3000, Interwetten sowie Bet-at-Home die deutsche Lizenz. Am 4. Februar 2021 wurde sie auch an Betago vergeben, nur ein paar Wochen später, am 10. März 2021, an Betsson und Betway.

Mittlerweile ist die Liste der Lizenzinhaber deutlich gewachsen. Alle, welche die Lizenzpapiere durch das Regierungspräsidium Darmstadt erhalten haben, werden auf einer transparenten Liste geführt. Sie wird stetig erweitert, um für maximale Klarheit bei allen interessierten Sportwettenfans zu sorgen. Inhaber der Sportwettenkonzession sind mit Stand Juli 2021 mehr als 20 Anbieter. Darunter auch bekannte Größen wie Tipico oder Oddset.

Auffällig beim Blick auf die Liste: Es sind viele Buchmacher aus Malta oder Österreich vertreten. Damit ist klar: Wer eine Sportwettenkonzession durch die deutschen Behörden möchte, muss nicht zwangsläufig in Deutschland ansässig sein. Solange Buchmacher alle Auflagen erfüllen, dürfen sie die Lizenz tragen.

Die deutschen Anbieter mit offizieller Lizenz für Sportwetten sind rar. Bislang gibt es nur die Oddset Sportwetten GmbH mit Sitz in München.

Sportwetten in Deutschland – wie war die Regelung bisher?

In Deutschland gibt es erst seit 2008 ein einheitliches Vorgehen beim Glücksspiel. Bis dahin regelten Bundesländer das Glücksspiel in ihren Kreisen individuell. Wer eine Sportwetten Lizenz erhalten wollte, musste womöglich überall verschiedene Hürden überwinden.

In Bayern kam bis 2008 das Staatslotteriegesetz zur Anwendung. Das Bundesverfassungsgericht entschied allerdings, dass das Staatsmonopol in Bayern nicht mit der Berufsfreiheit gem. Art. 12 GG vereinbart werden konnte. Unter dem Deckmantel der Suchtprävention sollten Sportwetten in Deutschland unter staatlichem Monopol bleiben, was das Gericht in seiner Urteilsbegründung anders sah. Warf den Bundesländern vielmehr die Wahrung wirtschaftlicher Aspekte vor.

Das Ergebnis: Bayern musste bis 31.12.2007 eine Neuregelung für den Sportwetten Markt vorlegen. Dies nahmen auch andere Bundesländer zum Anlass und einigten sich auf einen ersten Glücksspielstaatsvertrag:

  • Beginn: 1. Januar 2008
  • Ende 30. Dezember 2011

Die Aufgaben im ersten Glücksspielstaatsvertrag waren: Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes umsetzen.

Durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes wurde die Einstellung der Bundesländer zur Vergabe der Sportwetten Lizenz abermals infrage gestellt. Der Gerichtshof kritisierte das staatliche Monopol für Sportwetten in Deutschland und sah es im Konflikt mit der im Europarecht garantierten Niederlassungsfreiheit.

Sportwetten in Deutschland: die erste Überarbeitung des GlüÄndStV

Durch die Kritik mehrerer Gerichte sahen sich die Bundesländer in der Pflicht, den Glücksspielstaatsvertrag anzupassen. Er trat am 1. Juli 2012 in Kraft. Änderungen waren:

  • Spielbank-Werbung erlaubt
  • Lotto-Verbot für Internet wurde aufgehoben
  • private Anbieter dürfen Sportwetten in Deutschland anbieten (Experimentierklausel)

Die Experimentierklausel war für sieben Jahre angesetzt. Sie sollte die Öffnung für private Anbieter vorantreiben. Insgesamt sollten 20 private Anbieter die Sportwetten Lizenz erhalten. Diese Vergabe kam durch Gerichtsverfahren und zwei Urteilen (v. 16.10.2015, 8 B 1028/15 sowie v. 29.05.2017, 8 B 2744/16) nie zustande. Eine Sportwetten Lizenz konnte seither nicht durch die 15 anderen Bundesländer vergeben werden, sondern ausschließlich durch Schleswig-.

Zweiter Glücksspieländerungsstaatsvertrag ab 1. Januar 2018

Durch die rechtlichen Unstimmigkeiten aus dem ersten Glücksspielstaatsvertrag und der kritischen Experimentierklausel einigten sich die Länder am 16. März 2017 auf eine Neufassung. Der zweite Glücksspieländerungsvertrag sollte am 1. Januar 2018 in Kraft treten. Durch den Widerstand aus Schleswig-Holstein Nordrhein Westfalen schaltete das Vorhaben.

Dritter Glücksspieländerungsstaatsvertrag ab 2020

Im März 2019 entschieden sich die Bundesländer für eine weitere Version, welche am 1. Januar 2020 in Kraft trat. Dieses Vertragswerk sollte eine Übergangslösung bis Juni 2021 darstellen. Eine wesentliche Änderung: Nun konnten nicht mehr nur 20 Anbieter eine Sportwetten Lizenz erhalten, sondern die Limitierung wurde aufgehoben.

Wer Sportwetten in Deutschland anbieten möchte, muss sich fortan dem Lizenzierungsverfahren des Regierungspräsidiums Darmstadt stellen. Mittlerweile haben mehr als 10 Sportwetten-Anbieter eine gültige Lizenz erhalten.

Welcher Sportwetten Anbieter mit deutscher Lizenz ist optimal?

Durch die wachsende Buchmacheranzahl auf der offiziellen Lizenzierungsliste des Regierungspräsidiums Darmstadt wird die Auswahl immer schwieriger. Welche Buchmacher überzeugen mit ihren Wettangeboten besonders und sorgen für maximale Benutzerfreundlichkeit?

Damit Sportwettenfans Unterstützung bei der Entscheidungsfindung haben, sind Buchmacher-Vergleiche empfehlenswert. Hier müssen sich die Anbieter in definierten Kriterien beweisen. Nur, wer überzeugt, landet auf der Vergleichsliste weit vorn.

Für maximale Transparenz werden verschiedene Kriterien definiert, welche bei jedem Buchmacher-Test Anwendung finden. Hierzu gehören Wettmöglichkeiten, individuelle Aktionen und Boni (selbstverständlich erst nach erfolgreicher Registrierung), Benutzerfreundlichkeit, Kundensupport, Sicherheit oder Zahlungsmöglichkeiten.

Bonus als Einstieg für neue Sportwettenfans empfehlenswert?

Wer mit Sportwetten Gutscheinen beginnen möchte, sollte sich nur mit dem besten Buchmacher zufriedengeben. Einige Anbieter spendieren beispielsweise nach der Registrierung und ersten Einzahlung lukrative Freiwetten und einen Bonusbetrag. Der Tipbet Bonus bringt beispielsweise neben 100 % Bonusgutschrift bis 200 € noch einmal eine Freiwette von 10 €.

Sportwetten Lizenz Österreich und Sportwetten Lizenz Schweiz

Sind Sportwetten legal, wenn sie in Österreich oder der Schweiz angeboten werden? Nicht nur in Deutschland wird eine Lizenz benötigt, sondern auch in den Nachbarländern. In Österreich gehören Sportwetten offiziell zur Kategorie Glücksspiele. Nicht alle Sportwetten sind legal, denn jedes Bundesland kann die Sportwetten selbst regulieren.

Damit zeigt sich, dass Sportwetten Deutschland 2022 einheitlicher reguliert sind, als in Österreich. Vorarlberg verbietet beispielsweise Livewetten. In der Schweiz gibt es strengere Vorgaben. Hier sind Sportwetten legal, aber nur für Schweizer Anbieter. Der Zugriff auf ausländische Sportwettenanbieter aus der Schweiz heraus ist nicht möglich. Auch hier zeigt sich Deutschland fortschrittlicher, denn auch nicht-lizenzierte Sportwettenanbieter können online abgerufen werden.

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